GASTRO&HEPA-News
Die metabolisch assoziierte steatotische
Lebererkrankung (MASLD) ist die häufigste chronische Lebererkrankung in
Europa, wobei etwa 40% der erwachsenen Allgemeinbevölkerung in
Österreich eine Steatose der Leber („Verfettung der Leber“) aufweisen.
Klinisch
entscheidend ist dabei weniger die reine Steatose als vielmehr das
individuelle Progressionsrisiko: Ein Teil der Betroffenen entwickelt
eine progrediente Fibrose bis zur Zirrhose, und die Mehrzahl der sowohl
leberassoziierten als auch kardiometabolischen Komplikationen ist eng an
die Fibroseentwicklung, aber auch die Kontrolle der metabolischen
Komorbiditäten geknüpft. MASLD ist damit nicht primär als isolierte
Lebererkrankung zu verstehen, sondern als Teil des
hepato-metabolisch-kardiorenalen Syndroms mit Public Health-Relevanz.
Dementsprechend sind Interventionen im Bereich des Lebensstils immer die
Grundlage zur Therapie der Erkrankung.
Progressionsrisiko ist multifaktoriell und clustert sich nach bestimmten Phänotypen
Das
Fortschreiten der Erkrankung wird durch ein Zusammenspiel aus
genetischer Prädisposition, Komorbiditäten (insbesondere Adipositas,
Typ-2-Diabetes, Dyslipidämie), Lebensstilfaktoren (Ernährungsmuster,
körperliche Inaktivität) sowie Modulatoren wie Darm-Leber-Achse,
Medikamente und Alkohol beeinflusst.
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Tags: gastro&hepa-news hepatologie ernährung masld mikrobiom dysbiose sibo

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