1. Einleitung - Die Nierentransplantation ist allen anderen Nierenersatzverfahren bezüglich der Lebensqualität und der Lebenserwartung überlegen.
Rasch progrediente Glomerulonephritiden führen zu einem schnellen Verlust der Nierenfunktion und sind häufig mit dem Auftreten von Autoantikörpern verbunden.
Medikamente, welche einzelne Komponenten des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systemes (RAAS) blockieren, zählen mit zu den wirksamsten und am häufigsten verordneten Therapeutika in der nephrologischen Praxis.
Endgültige Ergebnisse der ALTITUDE-Studie - Die ALTITUDE-Studie wurde im Dezember 2011 abgebrochen und hat deswegen schon einige Publizität erfahren. Trotzdem gab es bisher kaum handfeste Ergebnisse, das hat sich nun geändert.
Adipositas und Insulinresistenz und die damit verbundenen Endorganschäden wie diabetische Retinopathie und Nephropathie gehören zu den größten Gesundheitsproblemen der industrialisierten Welt.
Einleitung - Der Diabetes mellitus gehört zu den Volkskrankheiten der westlichen Welt und stellt mit seinen Komplikationen ein erhebliches sozioökonomisches Problem dar.
Epidemiologische Studien der letzten 10 Jahre sprechen für eine enge Beziehung zwischen Harnsäure und Hypertonie. Die Harnsäurewerte im Kindesalter sagen offensichtlich die Blutdruckwerte im Erwachsenenalter voraus
In den USA beruhen jährlich mehr als 1,1 Millionen Krankenhausaufnahmen auf einer dekompensierten Herzinsuffizienz. Diese Diagnose ist die häufigste Ursache für die Hospitalisierung bei Patienten älter als 65 Jahre.
In den vergangenen Wochen wurden die Ergebnisse verschiedener randomisierter klinischer Studien bekannt, deren vielversprechende Hypothesen nicht bestätigt werden konnten.
In mehreren Beobachtungsstudien waren vor allem sehr stark erhöhte PTH-Werte positiv mit der Morbidität und Mortalität von Dialysepatienten assoziiert (Slinin Y, J Am Soc Nephrol 16:1788-1793, 2005; Kidney Disease Improving Global Outcome (KDIGO), Kidney Int 76[Suppl]:S1-S130, 2009; Floege J, Nephrol Dial Transplant 26:1948-1955, 2011).
Notwendig ist eine klare Trennung von absolutem (Ferritin <100 ng/ml, TSAT <20%) und funktionellem (TSAT <20% und Ferritin normal oder erhöht) Eisenmangel. Aus der Publikation von Stancu et al. (Clin J Am Soc Nephrol 5:409-416, 2010) haben wir folgendes gelernt:
Die renale Anämie ist eine häufige Komplikation bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung, sie manifestiert sich meist bei Patienten mit einer glomerulären Filtrationsrate <45 ml/min/1.73 m², bei Diabetikern in der Regel früher.
Weltweit werden große Mengen Kochsalz (NaCl) über die Nahrung aufgenommen, obwohl bekannt ist, dass hoher Kochsalzkonsum das vaskuläre System schädigt. Kochsalz gilt als Wegbereiter für Bluthochdruck und kardiovaskuläre Erkrankungen.
Peter Schollmeyer feiert am 28.12.2012 seinen 80. Geburtstag. Peter Schollmeyer wurde in Brandenburg/Havel geboren. Vater und Mutter waren praktische Ärzte. Nach dem Abitur in Marburg/Lahn studierte er Humanmedizin an den Universitäten in Marburg und Heidelberg.
Die Geschichte der Lipide in der Nephrologie begann im Jahr 1982. John Moorhead und Mitarbeiter formulierten die Lipid-Nephrotoxizitäts-Hypothese als eine der Ursachen für die progrediente glomeruläre und tubulo-interstitielle Erkrankung.
Bluthochdruck ist auch heute noch ein ungelöstes Problem der Medizin. Weltweit sterben mehr Menschen an den Folgen des Risikofaktors Hypertonie als an irgendeiner anderen Erkrankung.
Im letzten Vierteljahrhundert ist die Duplexsonographie ein fester Bestandteil der nephrologischen Diagnostik geworden und aus dem klinischen Alltag des Nephrologen nicht mehr wegzudenken.
Nicht-pharmakologische Behandlungsoptionen der arteriellen Hypertonie aus dem Bereich der Naturheilkunde und Komplementärmedizin werden von Patienten häufig nachgefragt und sind in vielen Fällen mit unrealistischen Erwartungen von Patientenseite verknüpft.
Bis Ende der sechziger Jahre war eine Nierenerkrankung häufig eine tödliche Erkrankung. Mit Einführung der Dialysebehandlung wurde es für viele Patienten möglich, trotz der Nierenerkrankung weiterzuleben.
Hereditäre zystische Nierenerkrankungen können durch Mutationen in einer Vielzahl verschiedener Gene verursacht werden. Dabei handelt es sich außer bei der autosomal dominanten polyzystischen Nierenerkrankung (ADPKD) überwiegend um seltene, meist autosomal rezessiv vererbte Syndrome, bei denen die polyzystischen Nieren in Kombination mit einer Variation aus extrarenalen Manifestationen auftreten.
Die chronische Niereninsuffizienz ist als eine Stoffwechselerkrankung zu verstehen, bei der es zu Veränderungen von biochemischen Prozessen und zur Kumulation toxischer Abbauprodukte kommt.
In den westlichen Industrienationen steigt der Anteil der Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung kontinuierlich an. Glomeruläre Erkrankungen sind die Hauptursache für chronische Nierenerkrankungen.
Phäochromozytome und Nierenkarzinome sind wichtige Manifestationen der von Hippel-Lindau-Erkrankung. Sie sind die Hauptthemen der interdisziplinären Erforschung hereditärer Nieren- und Hochdruckerkrankungen seit 30 Jahren an der Universität Freiburg i.B.
Die globale Prävalenz einer chronischen Niereninsuffizienz (chronic kidney disease, CKD) liegt bei rund 10%. Weltweit ist eine Zunahme der Prävalenz von CKD zu verzeichnen, vor allem in der älteren Bevölkerung.
Die chronische Niereninsuffizienz ist durch Dysregulationen des Mineralhaushalts und erhöhte Konzentrationen von Kalzium und Phosphat im Serum gekennzeichnet.
Ende Dezember 2012 wurde bei uns ein 56-jähriger Patient mit nephrotischem Syndrom (Proteinurie etwa 17 g/Tag) und einem Serum-Kreatinin von 1,5 mg/dl zur Nierenbiopsie aufgenommen.
Einführung Urologen aus Michigan und Ohio (USA) analysierten über einen Zeitraum von (im Median) 6,6 Jahren den Verlauf von 4180 Patienten, die wegen eines Malignomverdachtes der Niere(n) operiert worden waren.
Die Vielfalt und Verwobenheit der Inneren Medizin bemerkt man am stärksten an den Patienten – daher zu Anfang ein typischer Fall: -71 Jahre alte Patientin mit T2DM (22 Jahre Diabetesdauer) -Ulcus am Digitum II rechte untere Extremität, -ein Ruheschmerz, keine Claudicatio -St.p. 2 x PTA+STENT rechte A. femoralis superficialis -Adipositas (BMI 31 kg/m2), diabetische Neuropathie, chronisch venöse Insuffizienz -Niereninsuffizienz im Stadium CKD 3b (bei aortokoronarem Bypass
Die Zahl der Patienten mit einem diabetischen Fußsyndrom ist im Zunehmen begriffen. Dies erklärt sich dadurch, dass die Patienten mit der Grunderkrankung „Diabetes mellitus“ heute länger leben.
Chronische Wunden treten bei Dialysepatienten wesentlich häufiger auf als in der Normalbevölkerung und haben eine höhere Majoramputationsrate. Bei gleichzeitig vorliegendem diabetischem Fußsyndrom besteht eine erschreckend hohe Mortalität von 38% im ersten Jahr (Hinchliffe RJ, Diabetes Metab Res Rev 28:179-217, 2012).

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