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Presseinformation Novartis Pharma GmbH

08. Juni 2026

 

Iptacopan stabilisiert den eGFR-Slope bei Erwachsenen mit C3-Glomerulopathie (C3G) anhaltend

  • Einer aktuellen Post-hoc-Analyse der Zulassungsstudie APPEAR-C3G zufolge stabilisierte Iptacopan (Fabhalta®) die Nierenfunktion bei Erwachsenen mit bioptisch gesicherter C3G über zwölf Monate hinweg: Der eGFR-Slope (explorativer Endpunkt) konnte von −7,57 auf +1,44ml/min/1,73 m² pro Jahr unter Iptacopan-Therapie verbessert werden.a,1

  • Ein positiver Effekt auf den eGFR-Slope zeigte sich unabhängig vom Ausmaß der Proteinurie (≥ 3 g/g vs. < 3 g/g), der eingesetzten Begleittherapie (mit vs. ohne Immunsuppressiva) und der Nierenfunktion zu Studienbeginn (eGFR < 90 ml/min/1,73 m² vs. ≥ 90 ml/min/1,73 m²).a,1

  • Erste Zwischenergebnisse der Extensionsstudie von APPEAR-C3G (n = 13) und Daten einer gepoolten Analyse (n = 90)b,3,4 liefern nun Hinweise auf einen über 24 bzw. bis zu 57 Monate hinweg anhaltend stabilisierten eGFR-Slope.a,2,4

Nürnberg, 1. Juni 2026 – Eine aktuelle Post-hoc-Analyse der Phase-III-Zulassungsstudie APPEAR-C3G zum Einsatz des oralen Faktor-B-Inhibitors Iptacopan bei Erwachsenen mit bioptisch gesicherter C3G zeigt eine in allen untersuchten Subgruppen beobachtete Stabilisierung der Nierenfunktion, bestimmt über die Veränderung der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) über ein definiertes Zeitintervall (eGFR-Slope) von einem Jahr.a,1 Erste Daten der laufenden Extensionsstudie (NCT03955445) und eine gepoolte Analyseb,c,3 liefern Hinweise auf eine über die jeweiligen Beobachtungszeiträume von 24 sowie bis zu 57 Monate hinweg anhaltende Stabilisierung des eGFR-Slopes.a,2,4 Das ist insofern relevant, da der eGFR-Slope ein wichtiger Indikator für die Prognose von chronischen Nierenkrankheiten (CKD) und die Veränderung der Nierenfunktion ist: Ein positiver Behandlungseffekt von jeweils 0,75 ml/min/1,73 m² pro Jahr könnte einer Metaanalyse klinischer CKD-Studien zufolge mit einer durchschnittlichen Risikoreduktion von 27 % für den klinischen Endpunkt assoziiert sein und den
klinischen Nutzen mit einer Wahrscheinlichkeit von 96 % voraussagen.5

Die Post-hoc-Analyse erwachsener C3G-Patient*innen aus APPEAR-C3G liefert Hinweise auf eine Stabilisierung des eGFR-Slopes (95 %-Konfidenzintervall, KI) in allen untersuchten Subgruppen:a,1

a Zur Bestätigung und klinischen Einordnung bedarf es weiterer Daten. b In der gepoolten Analyse wurden insgesamt 90 Patient*innen mit nativen Nieren eingeschlossen (74 von APPEAR-C3G und 16 aus Kohorte A einer Phase-II-Studie). Patient*innen der APPEAR-C3G-Studie erhielten eine stabile, maximal verträgliche Dosis eines Inhibitors des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems. Zusätzlich erhielten > 42 % eine stabile Dosierung von Mycophenolat-Mofetil und/oder Kortikosteroiden.3 c Die eGFR-Verläufe über zwölf Monate wurden mithilfe eines linearen gemischten Effekte-Modells analysiert. Dabei wurde die Zeit (Analysetag vor oder nach dem Wendepunkt [Tag 1 der Iptacopan-Behandlung]) als kontinuierliche Kovariante berücksichtigt. Der patientenspezifische Achsenabschnitt und die Steigung (Zeit) wurden als zufällige Effekte modelliert.3

Erste Zwischenergebnisse der Extensionsstudie zu APPEAR-C3G und eine gepoolte Analyseb,3,4 deuten darüber hinaus auf eine über die jeweiligen Beobachtungszeiträume anhaltende Stabilisierung des eGFR-Slopes hin.2, 4 Der mittlere eGFR-Slope vor der Therapie in APPEAR-C3G zeigte bei den 66 Teilnehmenden einen raschen Abfall (–7,22 ml/min/1,73 m² pro Jahr; 95 %-KI: –10,10–4,35). Zwischenergebnisse der Extensionsstudie betrachteten 13 der 66 APPEAR-C3G-Patient*innen, die in diese übergingen und bis zum Zeitpunkt des Datenschnitts (6. Mai 2024) eine Behandlungsdauer von bis zu 24 Monaten abgeschlossen hatten.a, 2 Nach Beginn der Iptacopan-Behandlung kam es zu einer Stabilisierung des eGFR-Slopes über 24 Monate hinweg (–0,29 ml/min/1,73 m² pro Jahr; 95 %-KI: –3,88; 3,31).a, 2 Die gepoolte explorative Analyse von Daten aus einer Phase-II-Studie (NCT03832114), APPEAR-C3G und deren Extensionsstudie untersuchte die unter Iptacopan erzielte Stabilisierung des eGFR-Slopes bei 90 nativen C3G-Patient*innen über bis zu 57 Monate hinweg.b, 3, 4 Nach Beginn der Iptacopan-Behandlung verbesserte sich der eGFR-Slopec um 7,62 ml/min/1,73 m² pro Jahr (95 %-KI: 4,62; 10,62, p < 0,0001). Der rapide Abfall des eGFR-Slopes konnte von –8,32 auf –0,70 ml/min/1,73 m² pro Jahr (95 %-KI: –3,77; 2,36) reduziert werden.a,4

Bewertung des Therapieansprechens und der Nierenfunktion in APPEAR-C3G 
Das Therapieansprechen wird in CKD-Studien meist über die eGFR (als Maß der Nieren-Entgiftungsfunktion zur Einschätzung der Nierenfunktion) und den Protein-Kreatinin-Quotienten im Urin (urine protein to creatinine ratio, UPCR) bewertet.6,7 So auch in der Zulassungsstudie APPEAR-C3G: Sie bewertete die Wirksamkeit von Iptacopan vs. Placebo zusätzlich zur Standardtherapie bei Erwachsenen mit bioptisch gesicherter C3G unter anderem mittels UPCR (primärer Endpunkt), eGFR (sekundärer Endpunkt) und eGFR-Slope (explorativer Endpunkt).8

In der Studie ermöglichte Iptacopan im Vergleich zu Placebo eine bereits nach sechs Monaten (35,1 %) signifikante und über zwölf Monate der Iptacopan-Therapie anhaltende UPCR- bzw. Proteinurie-Reduktion (40,0 %) gegenüber Baseline. Nach der sechsmonatigen doppelblinden Behandlungsphase zeigte sich eine numerische Verbesserung der eGFR um 2,16 ml/min/1,73m² im Iptacopan- gegenüber dem Placebo-Arm (95 %-KI: –2,75–7,06; p = 0,3241d). Auch der rapide eGFR-Slope-Abfall vor Therapiebeginn konnte unter Iptacopan-Behandlung von bis zu zwölf Monaten positiv beeinflusst werden (eGFR-Slope-Differenz: 9,01 ml/min/1,73 m² pro Jahr; 95 %-KI: 5,43–12,60; p < 0,0001).a,9 Iptacopan zeigte eine gute Verträglichkeit und ein günstiges Sicherheitsprofil. Therapiebezogene Abbrüche wurden nicht beobachtet.9,10

Über Iptacopan
Iptacopan ist ein oraler Faktor-B-Inhibitor des alternativen Komplementwegs.10 Der Wirkstoff ist unter dem Handelsnamen Fabhalta® seit Mai 2024 in der Europäischen Union für die Behandlung von Erwachsenen mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH), die eine hämolytische Anämie aufweisen, zugelassen.11 Iptacopan hat im Dezember 2018 von der EMA den Orphan-Drug-Status bei C3G erhalten.12

a Zur Bestätigung und klinischen Einordnung bedarf es weiterer Daten. b In der gepoolten Analyse wurden insgesamt 90 Patient*innen mit nativen Nieren eingeschlossen (74 von APPEAR-C3G und 16 aus Kohorte A einer Phase-II-Studie). Patient*innen der APPEAR-C3G-Studie erhielten eine stabile, maximal verträgliche Dosis eines Inhibitors des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems. Zusätzlich erhielten > 42 % eine stabile Dosierung von Mycophenolat-Mofetil und/oder Kortikosteroiden.3 c Die eGFR-Verläufe über zwölf Monate wurden mithilfe eines linearen gemischten Effekte-Modells analysiert. Dabei wurde die Zeit (Analysetag vor oder nach dem Wendepunkt [Tag 1 der Iptacopan-Behandlung]) als kontinuierliche Kovariante berücksichtigt. Der patientenspezifische Achsenabschnitt und die Steigung (Zeit) wurden als zufällige Effekte modelliert.3 d Nach Anpassung für Multiplizität: numerische Verbesserung, nicht statistisch signifikant.9

Seit dem 31. März 2025 ist Iptacopan in der EU zugelassen zur Behandlung erwachsener C3G-Patient*innen in Kombination mit einem Inhibitor des Renin-Angiotensin-Systems (RAS), oder bei Patient*innen, die intolerant gegen RAS-Inhibitoren sind oder bei denen ein RAS-Inhibitor kontraindiziert ist.10

Über C3G

Die C3G ist eine Form der membranoproliferativen Glomerulonephritis (MPGN).13 Ihr liegt eine Dysregulation im alternativen Weg des  Komplementsystems – einem Teil des Immunsystems – aufgrund von Überaktivierung und unzureichender Regulation zugrunde. Es kommt zur Ablagerung und Akkumulation von C3 und C3-Fragmenten in den Glomeruli, was zu Entzündung und Nierenschäden führen kann.14,15 Die seltene Nierenkrankheit kann sich klinisch unter anderem durch Proteinurie, Hämaturie, Fatigue, Hypertonie oder auch Ödeme äußern.13,15,16 Zum Zeitpunkt eines nachweisbaren eGFR-Abfalls haben Personen mit Nierenkrankheiten bereits einen irreversiblen Nephronenverlust erlitten.17,18 Das mediane Alter bei C3G-Diagnosestellung beträgt 21 Jahre.19 Bei ca. 50 % der erwachsenen Betroffenen führt die C3G trotz bisheriger Behandlungspraxis innerhalb von zehn Jahren nach der Diagnosestellung zum Nierenversagen – bei 75 % der Patient*innen mit verfügbaren Daten waren Immunsuppressiva (inklusive C5-Inhibitoren) die Erstlinientherapie.13, 20 Vielen Betroffenen droht die Notwendigkeit einer lebenslangen Dialyse und oftmals einer Nierentransplantation.21 Jedoch kommt es bei Allotransplantaten häufig zu einem C3G-Wiederauftreten, was bei ca. 50 % der Patient*innen im Transplantatverlust resultiert.16, 22 Die Symptome beeinträchtigen den Alltag, schränken körperlich und funktionell ein und verursachen emotionalen Stress.16

Über Novartis im Bereich Cardiovascular, Renal & Metabolism
Novartis möchte das Leben von Menschen mit Erkrankungen, die Herz, Nieren und Blutgefäße beeinträchtigen, entscheidend verbessern und verlängern. Die Herausforderungen auf diesem Gebiet gehören zu den größten im heutigen Gesundheitssektor. Novartis setzt sich daher für die Forschung, Entwicklung und qualitativ hochwertige Herstellung neuartiger Therapien ein und trägt dazu bei, diese Erkrankungen besser zu verstehen.

Referenzen
1. Kavanagh D, et al. WCN 2026. Poster 644.
2. Nester CM, et al. WCN 2026. Poster 308.
3. Data on file, Novartis Pharma GmbH, Sophie-Germain-Straße 10, 90443 Nürnberg.
4. Kavanagh D, et al. ERA2025. Poster P2548.
5. Inker LA, et al. JASN. 2019;30(9):1735-1745.
6. Levey AS, et al. Am J Kidney Dis. 2020;75(1):84-104.
7. DGfN. Außerordentliche Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) e.V. zur Akzeptanz der geschätzten glomerulären Filtrationsrate und Albuminurie/Proteinurie als Surrogatparameter für die Progression bei chronischer Nierenkrankheit. https://www.dgfn.eu/stellungnahmen-details/stellungnahme-zur-akzeptanz-der-geschaetzten-glomerulaeren-filtrationsrate-und-albuminurie-proteinurie-als-surrogatparameter-fuer-die-progression-bei-ckd.html. (zuletzt aufgerufen am 15.05.2026).
8. Bomback AS, et al. Kidney Int Rep. 2022;7(10):2150-2159.
9. Kavanagh D, Bomback AS, et al. Lancet. 2025;406(10512):1587-1598.
10. Fachinformation Fabhalta. Aktueller Stand.
11. EMA. European Public Assessment Report Fabhalta (iptacopan). https://www.ema.europa.eu/en/documents/overview/fabhalta-epar-medicine-overview_en.pdf. (zuletzt aufgerufen am 15.05.2026).
12. EMA. EU/3/18/2104: Public summary of opinion on orphan designation: (4-{(2S,4S)-4-ethoxy-1-[(5-methoxy-7-methyl-1H-indol-4-yl)methyl]piperidin-2-yl}benzoic acid-hydrogen chloride(1/1)) for treatment of C3 glomerulopathy. https://www.ema.europa.eu/en/documents/orphan-designation/eu/3/18/2104-public-summary-opinion-orphan-designation-4-2s4s-4-ethoxy-1-5-methoxy-7-methyl-1h-indol-4/1-treatment-c3-glomerulopathy_en.pdf. (zuletzt aufgerufen am 15.05.2026).
13. Smith RJH, et al. Nat Rev Nephrol. 2019;15(3):129-143.
14. Caravaca-Fontán F, et al. Nephron. 2020;144(6):272-280.
15. Hohenstein B, et al. Nephrologe. 2015;10:327-340.
16. Tyagi N, et al. Value in Health. 2019;22:S919.
17. Yu ASL, et al. (Hrsg.). Brenner & Rector’s The Kidney (11. Aufl.). Elsevier. 2020.
18. Lumbers ER, et al. Frontiers in Physiology. 2020;11:757.
19. Zand L, et al. JASN. 2014;25(5):1110-1117.
20. Chauvet S, et al. Kidney Int. 2022;102(4):904-916.
21. Niepolski L, et al. Biomedicines. 2023;11(4):1101.
22. Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) Glomerular Diseases Work Group. KDIGO 2021 Clinical Practice Guideline for the Management of Glomerular Diseases. Kidney Int. 021;100(4S):S1-S2.

FUSE-ID: FA-11692536

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