Unter dem Motto „Vil du laere mer“ sind wir am 23. April 2010 auf eine 10-tägige Praktikumsreise nach Oslo aufgebrochen. Anlass dieser Reise ist die Idee eines Erfahrungsaustausches zwischen Endoskopie-Assistenzpersonal in Österreich und dem Krankenhaus Rikhospitalet in Oslo.
Ein derartiges Austauschprojekt zu starten, war der gemeinsame Plan von Doz. Schöfl vom Krankenhaus der Elisabethinen Linz und Prof. Aabakken vom Krankenhaus Rikhospitalet in Oslo.
Nach einem angenehmen Flug kamen wir am Freitagnachmittag im Krankenhaus an. Wir durften am selben Nachmittag die Endoskopie-Abteilung kennen lernen und bei einer Enteroskopie zusehen. Durch die freundliche Aufnahme fühlten wir uns gleich sehr wohl. Im Anschluss fuhren wir los, in eine wunderschöne Wohngegend, in der wir für die Dauer unseres Aufenthalts untergebracht waren. Prof. Aabakken war so freundlich, uns bei sich zuhause aufzunehmen.
Das erste Wochenende nutzten wir für eine Reise in den Süden Norwegens. Kristiansand erwies sich als idealer Ort für eine traumhafte Wanderung in der beeindruckenden Landschaft Norwegens.
Nach diesem fantastischen Wochenende starteten wir motiviert in eine Praktikumswoche mit vielen neuen Erfahrungen.
Gravierende Unterschiede in der Arbeitsweise waren nicht festzustellen. Einen direkten Vergleich herzustellen ist jedoch schwierig, da die Anzahl der Untersuchungen in der Endoskopieabteilung vergleichsweise geringer ist, weil im Rikhospitalet lediglich spezielle endoskopische Untersuchungen und Eingriffe nach Zuweisung von anderen Abteilungen durchgeführt werden.
Ein markanter Unterschied ist die gute Planung des Tagesablaufs. Grund dafür ist eine eigens dafür freigestellte Schwester mit Endoskopie-Erfahrung, die den Tag organisiert. Eingehende Anrufe und sonstige Belange werden auch von ihr entgegengenommen.
Ein weiterer positiver Punkt ist die rasche und professionelle Abnahme und Weiterverarbeitung von Proben (z. B. Endosonopunktion). Personal der Zytologieabteilung ist dabei vor Ort und nimmt die Proben persönlich mit.
Unsere KollegInnen in Oslo waren sehr offen und neugierig auf unsere Sichtweise ihres Arbeitsablaufes. Wir konnten einige Tipps zur Verbesserung der Hygiene und Aufbereitung der Endoskope geben.
Am Freitagabend wurde im Haus von Prof. Aabakken von uns allen gemeinsam ein kulinarischer Abend mit Fischsuppe, Apfelstrudel und Walzer veranstaltet. In diesem gemütlichen Rahmen kam es zu einer anregenden Diskussion über die Eindrücke der vergangenen Woche. Für uns sehr beeindruckend war dabei die äußerst kritikfähige und für Veränderungen offene Haltung der Ärzte und des Pflegepersonals. Mit erweitertem Horizont traten wir am Sonntag, dem 2. Mai 2010, die Heimreise an.
Wir werten diesen Austausch als äußerst positiv und hoffen, dass dieses Projekt weitergeführt und ausgebaut wird.
DGKS Katharina Pranzl
DGKS Monika Wimmer
4. Interne Abteilung
Krankenhaus der Elisabethinen Linz
katharina.pranzl@elisabethinen.or.at
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